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Außenpolitik

15.11.2017 - Artikel

Stand: November 2017

Bilaterale und multilaterale Beziehungen

In Mauretanien stoßen der arabische Maghreb und Subsahara-Afrika aufeinander. Mauretanien gehört der Afrikanischen Union, der Arabischen Liga, der Organisation der Sahelstaaten, der Union des Arabischen Maghreb, der Union für den Mittelmeerraum und der Organisation für die Nutzung des Senegalflusses an. Von Januar 2014 bis Januar 2015 hatte Mauretanien den Vorsitz in der Afrikanischen Union und von Juli 2016 bis Juli 2017 den Vorsitz in der Arabischen Liga inne.

Die Europäische Union ist wichtigster Partner Mauretaniens im Handel und in der Entwicklungszusammenarbeit. Das EU-Fischereiabkommen ist eine der wichtigsten Devisenquellen Mauretaniens, nach langen Verhandlungen wurde im Juli 2015 ein Folgeabkommen abgeschlossen. Von den EU-Mitgliedstaaten sind Frankreich, Spanien und Deutschland in Nouakchott mit Botschaften vertreten, Großbritannien mit einem Büro. Auch die EU ist vertreten.

Die USA unterhalten eine enge Zusammenarbeit mit Mauretanien in Sicherheitsfragen.

Japan ist zweitgrößter bilateraler Geber in der Entwicklungszusammenarbeit und einer der Hauptabnehmer der mauretanischen Fischvorkommen mit eigener Fangflotte in mauretanischen Gewässern.

Russland und China unterhalten vor allem wirtschaftliche Beziehungen zu Mauretanien. China ist neben der EU der wichtigste Handelspartner Mauretaniens. China unterstützt Mauretanien seit Jahrzehnten durch den Bau wichtiger Infrastruktur (Häfen, Stadien, Regierungsgebäude, Kanalisation etc.).

Regionale Zusammenarbeit

Mauretanien arbeitet in regionalen Foren zur Terrorismusbekämpfung mit. Im Rahmen des Nouakchott-Prozesses engagiert sich Mauretanien mit zehn weiteren Ländern der Region für eine bessere Kooperation im Sicherheitsbereich und im Kampf gegen organisierte Kriminalität und Waffenschmuggel im Maghreb und der Sahara-Sahel-Region. Eine neue regionale Institution mit einem Ständigen Sekretariat in Nouakchott ist der im Januar 2015 auf mauretanische Initiative hin gegründete Zusammenschluss der „G 5 du Sahel“ (Mauretanien, Mali, Niger, Tschad, Burkina Faso), der sich eine Kooperation auf den Gebieten Sicherheit und wirtschaftliche Entwicklung in der Sahelregion zum Ziel gesetzt hat
Mauretanien beherbergt nach Angaben des Flüchtlingswerks der Vereinten Nationen ca. 50.000 malische Flüchtlinge in einem grenznahen Camp.

Marokko und Algerien sind wichtige Handelspartner und es gibt viele grenzüberschreitende Gemeinsamkeiten. Mauretanien unterstützt den Verhandlungsprozess der Vereinten Nationen zur Westsahara.

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